Pressecommuniqué Dachverband FlugLÄRMschutz (DVFS) +++
8309 Nürensdorf, 14. Juli 2006

 

Der Dachverband FlugLÄRMschutz begrüsst die Zusammenarbeit der beiden Regionen in einer Detailfrage der Fluglärmproblematik.

Der gekröpfte Nordanflug ist ein Mittel zur Fluglärmverteilung. Nicht vergessen werden darf, dass er auch wieder neue Regionen belastet. Durch den gekröpften Nordanflug muss der Osten und der Süden gleichzeitig und gleichmässig entlasten werden. Jede einseitige, oder zeitlich verschobene, Entlastung lehnt der DVFS strikte ab.

Der gekröpfte Nordanflug kann jedoch nicht mehr als eine Teillösung für die Problematik der Landungen sein. Nicht gelöst wird das Problem der Starts. Sie belasten den Westen sehr stark, durch die neue Abflugroute im Osten werden neue Gebiete bis weit in die Kantone Thurgau und St. Gallen stark belastet und die Starts belasten auch immer mehr den Norden.

Mit dem gekröpften Nordanflug werden Hoffnungen geweckt, die nur schwer erfüllt werden können. Er ist nur mit dem Einverständnis Deutschlands möglich. Der Auslöser der (deutschen Verordnung) DVO und der Hautpunkt aus deutscher Sicht, war die Absicht des Flughafens, unbeschränktes Wachstum zu einem grossen Teil auf Kosten der Süddeutschen Bevölkerung erreichen zu wollen. Wie soll nun eine Zusage Deutschlands zum gekröpften Nordanflug erreicht werden können ? Wohl nur durch einen Verzicht auf solches Wachstum, zum Beispiel durch Annahme der Flughafeninitiative.

Der Schlüssel zum Durchbruch in der Fluglärmfrage liegt für den DVFS in der Flughafeninitiative. Nur mit einer Bewegungsbegrenzung und einer verlängerten Nachtruhe kann der Befreiungsschlag für eine Lösung des Fluglärmproblem ausgelöst werden. Für den Dachverband FlugLÄRMschutz können das nur die Eckwerte der Flughafeninitiative, maximal 250'000 Bewegungen und 9 Stunden Nachtruhe, sein.er Dachverband Fluglärmschutz, der die Bürgerbewegungen im Westen, Norden und Osten des Kantons Zürich, sowie in den Kantonen Aargau und Thurgau vertritt, begrüsst die Überweisung des Postulates an den Regierungsrat.

Damit haben die Zürcher Volksvertreter/innen klar gemacht, dass die Zürcher Bevölkerung jeden Pistenausbau am Flughafen Unique ablehnt.

Der Dachverband Fluglärmschutz fordert deshalb, dass im SIL nur Varianten geprüft werden, die auf dem bestehenden Pistensystem beruhen.

Der Entscheid des Kantonsrates zeigt klar, dass die Interessen der Politik und Bevölkerung des Kantons Zürich im SIL von Unique Verwaltungsratspräsidentin Rita Fuhrer nicht vertreten werden. Wir fordern endlich eine Vertretung der Zürcher Bevölkerung im SIL durch eine Person unseres Vertrauens.

Dachverband FlugLÄRMschutz

  Telefon privat Mobile
Felix Jaccaz, Präsident 052 384 16 27 079 798 91 51
Priska Seiler Graf, Vizepräsidentin 044 803 06 48 076 571 06 48

Die Mitgliedorganisationen sind:

  • Bürgerprotest Fluglärm Ost (BFO), Lindau
  • Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung (ZUF), Bülach
  • InteressenGemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität (IGEL), Winkel, Rüti, Seeb
  • Ja zum Schutzverband, Eglisau
  • IKARUS ERBEN, Watt - Regensdorf
  • Rigel28! Rümlang
  • Schutzverband Flugimmissionen Thurgau (sf-tg), Lanzenneunforn
  • Vereinigung für erträglichen Fluglärm (VeFeF), Sektion Baden - Wettingen, Wettingen

Unsere Eckwerte lauten:

  • Die Anzahl Flugbewegungen wird auf maximal 250'000 pro Jahr begrenzt
  • Es ist ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr einzuhalten
  • Jeder Ausbau des Pistensystems wird abgelehnt
  • Fluglärm und Ruhezeiten sind solidarisch, breit und ausgewogen zu verteilen
  • Begrenzung der Schadstoffemissionen
  • Der NOx - Ausstoss wird auf maximal 1'900 t pro Jahr begrenzt

Dachverband FlugLÄRMschutz DVFS, Postfach, 8309 Nürensdorf
PC Konto 87-125333-9

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