Medienmitteilungen rund um die neuen Anflugverfahren, im November 2003
Herausgeber:Gruppierung Demokratie vor Anarchie

Nichtexistente Nordbevölkerung am Flughafen Zürich

Sehr geehrte Damen und Herren

Aufgrund der stetig wachsenden Veränderungen unserer gesellschaftlichen Empfindungen und Meinungsäusserungen ist es nicht wenig erstaunlich, welche Auswüchse verschiedene politische und randständige Gruppierungen pflegen, resp. wie sie sich zu rechtswidrigem Verhalten hinreissen lassen. Offensichtlich handelt es sich hierbei nicht mehr um relationale Denkmodelle, sondern lediglich um die Profilierungsgier randständiger Egozentriker, welche sich auf diese Weise Gehör verschaffen und sich dadurch ins Zentrum der lokalpolitischen Matadore hervorheben wollen.

Interessant ist dabei die Vorgehensweise, resp. die Verurteilung unserer schweizerischen Demokratie, welche dabei auf äusserst penible wenn nicht gar primitive Weise in Frage gestellt wird. Noch weit fragwürdiger dabei ist die Rolle unserer offensichtlich schon beinahe prostitutiven Lokalpresse, Lokalradios und Lokalfernsehen. Es ist, für die Bevölkerung im Norden aber auch in der ganzen Schweiz, schmerzhaft zu erfahren, auf welcher Basis höchst fragwürdigen Oppositionellen in lokalen Medien ein Podium zur Meinungsäusserung geschaffen wird, Leuten welche unserer Sprache kaum mächtig sind, Leuten welche vor lauter Fanatismus den Bezug zur Realität verloren haben, Leuten, welche den über Jahre gehegten Vollbart zwecks attraktiverem öffentlichem Auftreten stutzen mussten, ja, gar Leuten, welche vor Gewalt, Attentaten, nicht zurückschrecken.

Wie kann es soweit kommen, dass ein Lokalfernsehen einen "höchst" kriminellen M.S. zu Wort kommen lässt und dessen Äusserungen in bezug auf Südanflugsbekämpfung in Form eines "neutralen, bevölkerungsbezogenen Nachrichtenbeitrages" ausstrahlt und diesbezüglich geradezu Hilfestellung, resp. Verunglimpfung eines solchen Vorhabens fördert? Fraglich auch die Haltung der "Macher" über den Fehltritt eines namhaften PR-Beraters wegen seiner Äusserungen über unseren Verkehrsminister, gerade da, wo doch das Podium für solche Individuen geschaffen und gefördert wird! Warum diese falsche und äusserst verwerfliche Verhaltensweise?

Wie weit sind wir gekommen? Worin sind die Grundrechte unserer Bevölkerung noch verankert? Wie tief lässt sich "der" Schweizer Bürger noch fallen um auf anarchistische Weise seine sogenannten demokratischen Grundrechte durchzusetzen? Wann hat der populistische Süden schon mal drangedacht, dass es einen Norden, einen Osten und einen Westen gibt? Wann hat dieser Süden schon mal drangedacht, wieviel Kinder im Norden, Osten und Westen wegen des Fluglärms krank werden, da wo der Fluglärm nicht nur eine Stunde in Form von 17 Flügen stattfindet, sondern den ganzen Tag bis tief in die Nacht? Wann hat sich gerade dieser Süden schon mal Gedanken gemacht wieviele Leute im Norden, Osten, Westen seit Jahren frühmorgens ab den Flugzeugen aufwachen?

Gibt es Fluglärm wirklich erst seit letztem Donnerstag?

Haben bisher Flugzeuge im Norden, Osten und Westen KEINEN Lärm verursacht? Hat man es wirklich nur auf den "armen" Süden abgesehen? Hat sich dieser Süden damals, als es um den Flughafen ging wirklich Gedanken zu all den eigenen JA-Stimmen gemacht?

Eine objektive Beurteilung der Thematik Flughafen und Wirtschaftsstandort Zürich/Schweiz wäre nicht nur den Südgemeinden und den Extremisten, sondern auch den Lokalmedien zu empfehlen. Vielleicht sollte der Homo-Helveticus doch endlich einmal lernen, über den eigenen Gartenzaun hinauszuschauen und die Welt in der ganzen Pracht und Herrlichkeit zu sehen, statt sich selbst in Herrlichkeit zu erheben!

Markus Bolliger

Dachverband FlugLÄRMschutz

  Telefon privat Mobile
Ruedi Lais, Präsident, Kantonsrat, Wallisellen   076 436 43 74
Felix Jaccaz, Vizepräsident, Weisslingen 052 384 16 27 079 798 91 51

Die Gründerorganisationen sind:

  • Fluglärmsolidarität, Bürgerinitiative für solidarische Fluglärmverteilung (FLS), Nürensdorf
  • Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung (ZUF), Bülach
  • InteressenGemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität (IGEL), Winkel, Rüti, Seeb
  • Ja zum Schutzverband, Eglisau
  • IKARUS ERBEN, Watt - Regensdorf
  • Schutzverband Flugimmissionen Thurgau (sf-tg), Lanzenneunforn
  • Vereinigung für erträglichen Fluglärm (VeFeF), Sektion Baden - Wettingen, Wettingen

Unsere Eckwerte lauten:

  • Die Anzahl Flugbewegungen wird auf maximal 250'000 pro Jahr begrenzt
  • Es ist ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr einzuhalten
  • Jeder Ausbau des Pistensystems wird abgelehnt
  • Fluglärm und Ruhezeiten sind solidarisch, breit und ausgewogen zu verteilen
  • Begrenzung der Schadstoffemissionen

Dachverband FlugLÄRMschutz DVFS, Postfach, 8058 Zürich-Flughafen
PC Konto 87-125333-9

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