Pressecommuniqué Dachverband FlugLÄRMschutz (DVFS) +++
8058 Zürich-Flughafen, 29. Oktober 2003

Mediencommuniqué zur Einführung der Südanflüge am 30. Oktober 2003

Der Dachverband FlugLÄRMschutz als Vereinigung aller bisher vom Fluglärm Betroffenen will weiterhin einen bevölkerungsverträglichen, wirtschaftlich stabilen und ökologisch vertretbaren zumutbaren Flugbetrieb in Zürich-Kloten. Dieser ist nur möglich, wenn die Gesamtbelastung reduziert und zusammen mit garantierten Ruhezeiten einigermassen gerecht auf die Regionen verteilt wird.

Dass Südanflüge unvermeidlich sind, ist seit der Kündigung der Vereinbarung mit Deutschland von 1984 im Mai 2000 klar. Mit der Ablehnung des Staatsvertrages im Herbst 2002 wurde zusätzlich klar, dass auch werktags von Süden her angeflogen werden muss, wenn eine zeitweise Schliessung des Flughafens vermieden werden soll. Der Osten und der Norden bringen deswegen seit zwei Jahren grosse Opfer, die von der nicht betroffenen Öffentlichkeit kaum zur Kenntnis genommen werden.

Der Dachverband fordert die Bürgerinitiativen und Behörden im Süden des Flughafens nun eindringlich auf, sich an der Suche nach einem für alle Seiten verkraftbaren neuen Betriebskonzept zu beteiligen. Er verurteilt das unehrliche Spiel derjenigen politisch Verantwortlichen, die der Bevölkerung im Süden des Flughafens versprechen, dass der Süden die neue Belastung nur vorübergehend tragen müsse.

Die Gesprächsangebote aus Deutschland sind zu begrüssen. Auch auf der anderen Seite der Grenze ist ein Abrücken von Maximalforderungen notwendig, um zu einer Lösung zu kommen.

Gleichzeitig verlangt der Dachverband, dass der Flughafen die Zeichen der Zeit endlich erkennt und seine Pläne redimensioniert. Der Verband bedauert es, dass bisher kaum Anstrengungen sichtbar wurden, die bereits heute möglichen Verbesserungen - vor allem bei der unbestrittenen siebenstündigen Nachtruhe - zu verwirklichen und damit verlorenes Vertrauen zurück zu gewinnen.

Wenn der Regierungsrat des Kantons Zürich bis heute nicht bereit ist, die vom Kantonsrat geforderten Eckwerte bezüglich Betriebszeiten und Bewegungen umzusetzen, drängt es sich auf, die Kompetenzen in diesem Bereich von der Regierung auf das Volk zu verlagern.

Dachverband FlugLÄRMschutz

  Telefon privat Mobile
Ruedi Lais, Präsident   076 436 43 74

Die Gründerorganisationen sind:

  • Fluglärmsolidarität, Bürgerinitiative für solidarische Fluglärmverteilung (FLS), Nürensdorf
  • Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung (ZUF), Bülach
  • InteressenGemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität (IGEL), Winkel, Rüti, Seeb
  • Ja zum Schutzverband, Eglisau
  • IKARUS ERBEN, Watt - Regensdorf
  • Schutzverband Flugimmissionen Thurgau (sf-tg), Lanzenneunforn
  • Vereinigung für erträglichen Fluglärm (VeFeF), Sektion Baden - Wettingen, Wettingen

Unsere Eckwerte lauten:

  • Die Anzahl Flugbewegungen wird auf maximal 250'000 pro Jahr begrenzt
  • Es ist ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr einzuhalten
  • Jeder Ausbau des Pistensystems wird abgelehnt
  • Fluglärm und Ruhezeiten sind solidarisch, breit und ausgewogen zu verteilen
  • Begrenzung der Schadstoffemissionen

Dachverband FlugLÄRMschutz DVFS, Postfach, 8058 Zürich-Flughafen
PC Konto 87-125333-9

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