Pressecommuniqué Dachverband FlugLÄRMschutz (DVFS) +++
8058 Zürich-Flughafen, 24. Juni 2003

Die gleichzeitigen Ankündigungen von Swiss und BAZL haben den heutigen Tag für viele Menschen im Kanton Zürich zu einem schwarzen Tag gemacht. Wir versichern alle Betroffenen unserer Solidarität.

Der Dachverband FlugLÄRMschutz ist von dieser Entwicklung nicht überrascht und sieht in ihr auch die Chance für einen Neubeginn im Luftverkehr.

Die Redimensionierung der Swiss zeigt deutlich, dass das Hub - Konzept der alten SAir Group definitiv zum Scheitern verurteilt war. Wir erwarten, dass auf Bundesebene die Konsequenzen gezogen und die planerischen Entscheide für die sog. "grosse europäische Drehscheibe Zürich Kloten des internationalen Luftverkehrs" rückgängig gemacht werden. Eine so dokumentierte Abkehr von unrealistischen Wachstumsträumen wäre die Basis für einen zukünftigen Konsens über den Luftverkehr im Grossram Zürich.

Die gleichzeitige Bewilligung eines ILS und von Südanflügen war nach der einseitigen Verordnung Deutschlands überfällig. Unverständlich ist, dass die täglichen verfrühten Anflüge ab 05.30 Uhr erst dann verboten werden, wenn sie den Süden beträfen. Der Osten soll sie aber noch weitere vier Monate erdulden müssen.

Mit dem Einbezug des Südens ist eine für alle Regionen akzeptable Regelung näher gerückt. Nebst den Südgemeinden werden auch Deutschland und die Nachbarkantone dafür ihren Beitrag zu leisten haben. Der Dachverband Fluglärmschutz fordert alle neu von Fluglärm Betroffenen auf, ebenfalls für die wichtigen gemeinsamen Forderungen einzustehen:

  • Ausgewogene Verteilung der Lasten auf alle Regionen
  • Bewegungsplafonierung auf 250'000
  • 9 Stunden Nachtruhe
  • Ausbaustopp beim Pistensystem

Dachverband FlugLÄRMschutz

  Telefon privat Mobile
Ruedi Lais, Präsident, Kantonsrat, Wallisellen   076 436 43 74
Felix Jaccaz, Vizepräsident, Weisslingen 052 384 16 27 079 798 91 51

Die Gründerorganisationen sind:

  • Fluglärmsolidarität, Bürgerinitiative für solidarische Fluglärmverteilung (FLS), Nürensdorf
  • Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung (ZUF), Bülach
  • InteressenGemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität (IGEL), Winkel, Rüti, Seeb
  • Ja zum Schutzverband, Eglisau
  • IKARUS ERBEN, Watt - Regensdorf
  • Schutzverband Flugimmissionen Thurgau (sf-tg), Lanzenneunforn
  • Vereinigung für erträglichen Fluglärm (VeFeF), Sektion Baden - Wettingen, Wettingen

Unsere Eckwerte lauten:

  • Die Anzahl Flugbewegungen wird auf maximal 250'000 pro Jahr begrenzt
  • Es ist ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr einzuhalten
  • Jeder Ausbau des Pistensystems wird abgelehnt
  • Fluglärm und Ruhezeiten sind solidarisch, breit und ausgewogen zu verteilen
  • Begrenzung der Schadstoffemissionen

Dachverband FlugLÄRMschutz DVFS, Postfach, 8058 Zürich-Flughafen
PC Konto 87-125333-9

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