Pressecommuniqué Dachverband FlugLÄRMschutz (DVFS) +++
8058 Zürich-Flughafen, 3. Juni 2003

Der Dachverband FlugLÄRMschutz als Organisation der Fluglärm - Betroffenen aller Himmelsrichtungen hat die offizielle Flughafenpolitik des Regierungsrates, von Unique und Swiss immer vehement bekämpft, weil sie auf die Anliegen der Bevölkerung zu wenig Rücksicht nimmt.

Der Dachverband FlugLÄRMschutz ist über die heutige, chaotische und wenig transparente Ankündigung von Südanflügen nicht überrascht. Zürcher Regierung und Unique haben sich in eine Sackgasse hineinmanövriert, aus der die heute verkündeten Massnahmen den einzigen Ausweg darstellen. Sie haben den Staatsvertrag in voller Kenntnis der Konsequenzen (deutsche Verordnung) zu Fall gebracht. Ohne Südanflüge kann der Flughafen Zürich, wegen der ab 10. Juli verschärften deutschen Ausnahmeregelung, zu bestimmten Zeiten unter bestimmten Wetterbedingungen nicht mehr angeflogen werden. Die genannten Verantwortlichen haben es auf sträfliche Weise versäumt, rechtzeitig Alternativen zu schaffen. Damit gefährden sie Swiss und die darin investierten Steuergelder und nicht zuletzt den gesamten Wirtschaftsstandort, falls es dadurch erneut zum Grounding kommt.Keine Überraschung beim Dachverband Fluglärmschutz, Solidarität mit den Betroffenen.

Nur mit der Einführung von Südanflügen kann der gordische Knoten gelöst werden, und konstruktive Verhandlungen mit Deutschland werden möglich. Nur so kann eine für alle bessere Lösung gefunden werden. Bekanntlich sind die deutschen Nachbarn, wie auch die Bürgerbewegungen des Dachverbandes FlugLÄRMschutz, nicht mehr bereit, einen grossen Anteil des Fluglärms zu übernehmen, wenn aus rein politischen Motiven eine einzige Region überhaupt keinen Beitrag zur Lastenverteilung übernehmen will.

Der Dachverband verlangt, dass die technischen Anforderungen für Südanflüge objektiv begründet sind. Es ist unverständlich, dass strengere Sicht - Anforderungen für die längere Piste 34 und die höher überflogenen topographischen Hindernisse gelten sollen als für die Piste 28.

Wegen ihres unüberlegten Widerstandes gegen den Staatsvertrag haben es Regierungsrat und Unique verpasst, den betroffenen Bevölkerungen aller Himmelsrichtungen garantierte Ruhezeiten zuzusichern. Der Süden wird mehr belastet, ohne dass die anderen Regionen z.B. mehr Nachtruhe zugesichert erhalten. Mit einem System rotierender Lärmfenster, wie wir seit Jahren vorschlagen, könnte bereits heute dem Süden wie dem Osten eine ausreichende Nachtruhe gesichert werden.

Der betroffenen und schockierten Bevölkerung des Glattals und des Pfannenstiels sichern wir unsere Solidarität zu. Gemeinsam gilt es nun, den Flughafen Zürich zu einer anwohnerverträglichen Entwicklung zu bringen. Eine Beschränkung auf 250'000 Bewegungen, 9 Stunden Nachtruhe für alle und eine für möglichst alle Bevölkerungsteile tragbare Lastenverteilung sind die wichtigsten Ziele, für die wir gemeinsam einstehen.

Dachverband FlugLÄRMschutz

  Telefon privat Mobile
Ruedi Lais, Präsident, Kantonsrat, Wallisellen   076 436 43 74
Felix Jaccaz, Vizepräsident, Weisslingen 052 384 16 27 079 798 91 51

Die Gründerorganisationen sind:

  • Fluglärmsolidarität, Bürgerinitiative für solidarische Fluglärmverteilung (FLS), Nürensdorf
  • Zürcher Unterland für gerechte Fluglärmverteilung (ZUF), Bülach
  • InteressenGemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität (IGEL), Winkel, Rüti, Seeb
  • Ja zum Schutzverband, Eglisau
  • IKARUS ERBEN, Watt - Regensdorf
  • Schutzverband Flugimmissionen Thurgau (sf-tg), Lanzenneunforn
  • Vereinigung für erträglichen Fluglärm (VeFeF), Sektion Baden - Wettingen, Wettingen

Unsere Eckwerte lauten:

  • Die Anzahl Flugbewegungen wird auf maximal 250'000 pro Jahr begrenzt
  • Es ist ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr einzuhalten
  • Jeder Ausbau des Pistensystems wird abgelehnt
  • Fluglärm und Ruhezeiten sind solidarisch, breit und ausgewogen zu verteilen
  • Begrenzung der Schadstoffemissionen

Dachverband FlugLÄRMschutz DVFS, Postfach, 8058 Zürich-Flughafen
PC Konto 87-125333-9

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