Pressecommuniqué Dachverband FlugLÄRMschutz (DVFS)
8058 Zürich-Flughafen, 7. März 2003

Wahlen gegen Fluglärm

Die Wahlempfehlungen des Dachverbandes Fluglärmschutz

Der Dachverband Fluglärmschutz, in welchem sich die Bürgerorganisationen der heute vom Fluglärm betroffenen Regionen um den Flughafen zusammen geschlossen haben, will einen Neuanfang in der Zürcher Flughafen - Politik erreichen.

Die Zürcher Regierung und insbesondere ihre Vertretung im Unique Verwaltungsrat, die Regierungsräte Dorothée Fierz, Christian Huber und Ruedi Jeker, haben das Vertrauen der Bevölkerung gründlich verspielt. Mit ihrer kritiklosen Unterstützung masslosen Wachstums auf Kosten unserer Lebensqualität, aber auch mit dem Slalomkurs in Sachen Lärmverteilung und Staatsvertrag sind sie nicht die richtigen Personen, um die Flughafenpolitik wieder in vernünftige Bahnen zu lenken.

Ein personeller Neuanfang ist notwendig. Die Regierung muss die Anliegen der Bevölkerung viel ernster nehmen, das Verhältnis zu unseren Nachbarn in den anderen Kantonen und in Deutschland verbessern und den wirtschaftlichen Nutzen des Flugverkehrs gegenüber den Risiken und Schäden neu abwägen. Als Haupteigentümer des Flughafens muss der Staat aber auch dafür sorgen, dass dieser betriebswirtschaftlich wieder auf festen Füssen steht und von irrealen Wachstumsplänen Abschied nimmt.

Der Dachverband Fluglärmschutz hat die Leistungen und Aussagen derjenigen Kandidierenden analysiert, die echte Wahlchancen besitzen. Für die Wiederkandidierenden war die Wahlempfehlung schwierig und entsprechend unsicher, da sich alle hinter dem Kollegialitätsprinzip verschanzen und ihre eigene Meinung nicht vertreten.

Kriterien für eine Wahlempfehlung waren:

1. Gewichtung von Flughafen-, Anwohner- und Umweltinteressen
2. Bereitschaft zu einem echten Dialog
3. Haltung zu einer weniger diskriminierenden Verteilung des Fluglärms

Der Dachverband Fluglärmschutz ist politisch unabhängig und nur seinen Zielen verpflichtet. An der Wahlveranstaltung vom 1. Februar 2003 in Bülach bestand auch für seine Basis die Möglichkeit, zwei wieder und alle neu Kandidierenden persönlich kennen zu lernen. Daraus ergab sich folgende

Wahlempfehlung des Dachverbandes FlugLÄRMschutz für den Regierungsrat:
Hans Holenstein (neu)
Regina Aeppli (neu)
Verena Diener (bisher)
Markus Notter (bisher)

Bei den Kantonsratswahlen empfiehlt der Dachverband, jene Kantonsratsmitglieder zu bevorzugen, die bei den Abstimmungen über die Verkehrsplafonierung und die längere Nachtruhe im Sinne der Bevölkerung gestimmt haben. Eine entsprechende Tabelle ist auf den Homepages der Bürgerorganisationen einsehbar. In den Wahlkreisen der Bürgerorganisationen werden auch Wahlempfehlungen für den Kantonsrat auf den Homepages publiziert und mit Flyeraktionen unterstützt werden.

Weitere Auskünfte:

  • Kantonsrat Ruedi Lais, Wallisellen, Präsident, 076/436'43'74
  • Felix Jaccaz, Weisslingen, Vizepräsident, Projektleiter Wahlen, 052/384'16'27

Zu den Gründerorganisationen gehören:

  • FLS, Fluglärmsolidarität, Nürensdorf
  • IGEL, Interessengemeinschaft zur Erhaltung der Lebensqualität in Winkel, Rüti, Seeb
  • Ikarus-Erben, Watt-Regensdorf
  • Ja zum Schutzverband, Eglisau
  • ZUF, Zürcher Unterland für ausgewogene Fluglärmverteilung, Bülach
  • SF-TG, Schutzverband Flugimmissionen Thurgau, Lanzenneunforn
  • VeFeF, Vereinigung für erträglichen Fluglärm, Sektion Baden-Wettingen, Wettingen

Unsere Eckwerte lauten:

  • Die Anzahl Flugbewegungen wird auf maximal 250'000 pro Jahr begrenzt
  • Es ist ein absolutes Nachtflugverbot von 22 bis 7 Uhr einzuhalten
  • Jeder Ausbau des Pistensystems wird abgelehnt
  • Fluglärm und Ruhezeiten sind solidarisch, breit und ausgewogen zu verteilen
  • Begrenzung der Schadstoffemissionen
  • Der NOx - Ausstoss wird auf maximal 1'900 t pro Jahr begrenzt

 

Dachverband FlugLÄRMschutz DVFS, Postfach, 8058 Zürich-Flughafen
PC Konto 87-125333-9

Zum Seitenanfang